YouTube ist für mich so ein klassisches Hass-Liebe-Ding.
Fangen wir aber mit dem an, was ich liebe – weil davon gibt’s zum Glück genug.
Ganz klar: Zocken.
Das ist und bleibt das Highlight. Ich liebe zwar Twitch genauso, aber reine Let’s Plays auf YouTube sind nochmal was ganz anderes. Man hat seine Ruhe. Kein Chat, kein Druck, keine Ablenkung. Man kann sich voll aufs Spiel konzentrieren, tiefer eintauchen und einfach sein Ding machen. Das fühlt sich manchmal fast meditativ an – nur ich, das Game und die Aufnahme.
Was ich an Let’s Plays allerdings hasse, kommt danach.
Thumbnails und Titel.
Ganz ehrlich: Das ist für mich oft der schlimmste Teil. Die sollen spannend sein, aber nicht cringe. Aussagekräftig, aber nicht clickbaitig. Und dann hast du diese eine Folge, in der… einfach nichts passiert. Gar nichts. Und du sitzt da und denkst dir:
„Mist, Alter, was nehme ich denn jetzt als Titel?“
Manchmal würde ich am liebsten einfach schreiben: „Folge 37 – passiert halt nix.“
Was mich auch richtig nervt: Abos, die direkt wieder weg sind.
Ich habe aktuell um die 1240 Abonnenten, und ja – für manche ist das nichts. Für mich ist jeder einzelne ein Highlight. Wenn dann jemand abonniert und kurz danach wieder deabonniert, fühlt sich das einfach unnötig mies an. Ist halt so, aber geil ist anders.
Und dann gibt’s da noch dieses wundervolle Thema: Watchtime.
Diese verdammten Stunden, die man erreichen muss.
3000 für den ersten Schritt, 4000 für den Partnerstatus.
Meine Watchtime ist wie eine Achterbahn. Ein Tag: 2100 Stunden. Nächster Tag: 2090. Du freust dich kurz – und dann bam, direkt wieder ins Gesicht. Aber gut, so ist YouTube eben.
Was ich dafür umso mehr feiere, sind Kommentare.
Egal ob Lob, Spaß oder einfach nur ein kurzer Satz – das zeigt mir, dass da draußen jemand sitzt und sich das wirklich anschaut. Dass irgendwas zurückkommt. Und das ist mir extrem wichtig, weil ich das Ganze rein als Hobby mache. Ich verdiene daran nichts. Ich mache es, weil ich Bock drauf habe.
Ich bin trotzdem überzeugt, dass ich dieses Jahr wenigstens die 3000 Watchtime knacke.
Der Let’s-Play-Markt ist komplett überfüllt, das weiß ich selbst. Umso dankbarer bin ich für jeden, der einschaltet, zuschaut oder kommentiert.
Am Ende bleibt’s dabei:
YouTube nervt manchmal, YouTube motiviert manchmal – aber ich liebe es trotzdem.
Und solange das so ist, mache ich weiter.
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